Abschied von Paulchen
Als ich gemerkt habe, dass dein Körper das Leid nicht mehr erträgt, als du gezittert hast und deine Beine dich nicht mehr trugen, habe ich verstanden. Geliebtes liebes Paulchen, grüß mir die anderen Seelchen des Seelenhofes da oben und renn mit ihnen über die saftig grünen Wiesen, die wir dir nicht mehr geben konnten.
Wir sehen uns wieder. Bis dahin mach’s gut wunderbares Paulchen.
So wie du warst, bleibst du hier
So wie du warst, bist du immer bei mir
So wie du warst, erzählt die Zeit
So wie du warst, bleibt so viel von dir hier
Lass los mein Freund und sorge dich nicht
Ich werde da sein, für die, die du liebst
Jeder kurze Moment und Augenblick
Ich halte ihn in Ehren, ganz egal, wo du bist.
Stille über dem Seelenhof.
An dem Tag, an dem Paulchen gestorben ist, haben wir ihn im Stall liegen lassen für eine Nacht. Smilli hat sich ganz eng an ihn gekuschelt. Am nächsten Tag haben wir ihn weggebracht. Smilli hat so verzweifelt geschrien, dass Bruni ihr die Decke, mit der Paulchen zugedeckt war, in den Stall gelegt hat. Dann war Stille. Sie lag neben der Decke und hatte den Kopf darauf. So schläft sie jede Nacht. Nacht für Nacht. Mit dem Geruch von Paulchen in ihrer Nase. Jeden Tag erleben wir, wie tief Tiere fühlen, wie sehr sie fühlen. Und es ist unverständlich, wie schandlos mit diesen Seelen umgegangen wird. Paulchen fehlt uns so sehr. Jede Sekunde.